Boxenbau....

...gehört zu den Dingen, mit denen ich mich bisher weniger befasst habe. 

Da tauchen jede Menge Fragen auf...Etwa, welchen Kleber nimmt man, damit das Buchleinen sich nicht zu arg verzieht, aber noch genug Zeit bleibt, um zu korrigieren? Oder wie bekommt man Auschnitte, zum Beispiel ein Oval, damit man sich ein Stück Papier aus einem Zettelkasten fischen kann, ohne eine Pinzette benutzen zu müssen oder sich die Fingernägel abzubrechen? Ich weiß nicht, wie es Euch geht: Aber ich hätte gerne schön und praktisch gleichzeitig und das sind geschlossene Boxen zumindest bei so kleinem Fummelkram für mich eher nicht.

Also habe ich meine ersten Überlegungen nach dem Motto "keep it simple" verworfen und verschiedene Ausschnitte versucht und schnell gemerkt: Hätte ich doch mal früher im Geometrieunterricht bei Herrn Herder besser aufgepasst, dann fiele es mir heute vielleicht leichter, räumlich zu denken. Und dann hätte es nicht ungefähr 20 Anläufe gebraucht, eine saubere und schöne Kante zu arbeiten. 






Um etwa zwei Uhr in der Nacht war es dann doch soweit: Ich war endlich zufrieden. Wenn ich jetzt über den ovalen Rand streiche, dann merke ich - nichts. Keine Hubel, keine Risse, alles ist glatt und aus einem Guss. Viel besser noch: Ich sehe auch nichts, kein Karton schimmert durch. So darf es bleiben. Oh happy day. 

Weil's ich dann schon ein bisschen stolz auf mich selbst war, habe ich gleich noch eine weitere Box gebastelt und nachdem ich den Dreh raus hatte, ging das Beziehen auch ratzfatz. Ich denke, das Prinzip "Notizzettelbox mit Griffmulde" wird es auf jeden Fall in die Produktpalette auf den Kampener Weihnachtsmarkt schaffen. 









Chiyogami, Gummischnur, Graupappe und Holzkugel aus meinem Bestand, Leinen, Tsumugi und  Herzchen-Bezugspapier Alexandra Renke

Wünsche allen, die mitlesen, ein wunderbares Wochenende und sende Euch herzliche Grüße aus dem hohen Norden. 

Marion